Softwarelokalisierer

Beruf als SoftwarelokalisiererViele Produkte können nur verkauft werden, wenn die zugehörigen Informationen auch in der jeweiligen Landessprache vorliegen.
Das gilt in erster Linie für Computersoftware, aber auch für andere Bereiche der Unterhaltungselektronik.

Die Produkte müssen zum einen an die sprachlichen Gegebenheiten des jeweiligen Ziellandes angepasst werden, aber auch an die kulturellen.

Dabei spricht man von einer Lokalisierung.  

Hersteller müssen ihre Software lokalisieren

Der Softwarehersteller, der einen neuen Markt erschließen möchte, muss seine Software also lokalisieren.
Das gilt auch für Handbücher, für Wartungsunterlagen, für Hilfetexte und für Marketingmaterialien.

Auch Computerspiele oder Spiele für das Handy werden lokalisiert.

Seit den 90er Jahren gibt es den Bereich der Softwarelokalisierung und inzwischen floriert dieser sogar.

Es wird von Experten vermutet, dass dieser Bereich noch weiter ausgebaut wird, was unter anderem mit der andauernden Globalisierung zu tun hat.

 

Der Übersetzer benötigt viel technisches Verständnis

Wer Softwarelokalisierer tätig sein möchte, muss unbedingt über das nötige sprachliche Können, aber auch über technisches Verständnis verfügen.

Die Unternehmen, die international tätig sind, beschäftigen meist ihre eigenen Spezialisten für die Softwarelokalisierung, hier haben es Freiberufler schwer.

Doch wenn ein Unternehmen die Aufgaben der Lokalisierung an externe Unternehmen übergibt, kommt der Freiberufler wieder auf den Plan.

Es gibt auch Unternehmen, die sich auf die Softwarelokalisierung spezialisiert haben, doch der entsprechende Markt ist sehr unübersichtlich. Teilweise werden zudem nur reine Übersetzungsleistungen angeboten, teilweise jedoch werden alle Aufgaben übernommen, die für die Lokalisierung der Software nötig sind.

Einige Unternehmen bieten die Lokalisierung nur in wenigen Sprachen an, andere wiederum werben mit zahlreichen Sprachen.
Wer als Softwarelokalisierer tätig sein möchte, muss den Markt also genau betrachten, um das für ihn Passende zu finden.
 

Die Formulierungen im Software-Original müssen logisch sein

Der Softwarelokalisierer müssen vor dem Beginn ihrer eigentlichen Arbeit das Original dahingehend überprüfen, ob die vorgegebenen Formulierungen eindeutig und unmissverständlich sind.

Denn auch das Original ist nicht immer logisch aufgebaut. Es kann auch kulturelle Aspekte geben, die so nicht übertragen werden können. Es wird zum Beispiel teilweise etwas vorausgesetzt, worauf der vorliegende Inhalt aufbaut, was aber nicht zwingend bekannt sein muss.

Dann muss der Softwarelokalisierer erst einmal die Details klären und gegebenenfalls weitere Erläuterungen vornehmen. Überprüft werden auch Angaben zu Datum und Zeit, zu Währung und Temperatur, zu Farben, Schriftsätzen oder Bildern. Teilweise muss auch die Software selbst geändert werden, wenn das Produkt eigentlich für einen ganz anderen Markt gedacht war.

Vieles ist dabei sehr technisch und erfordert daher auch ein großes technisches Verständnis des Softwarelokalisierers.